Ländliches Kernwegenetzkonzept der ILE Burgwindheim-Ebrach


Die Kommunale Allianz Burgwindheim – Ebrach hat ein weiteres gemeinsames Projekt abgeschlossen. Am 30.06.2016 wurde das gemeinsam erstellte Ländliche Kernwegenetz vorgestellt. Betreut wurden die Kommunen dabei von der BBV LandSiedlung, einer Dienstleistungsgesellschaft des Bayerischen Bauernverbands.

Im Fokus dieses Projektes, das durch das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken (ALE) gefördert wird, stehen die landwirtschaftlichen Wirtschaftswege und die Gemeindeverbindungsstraßen, die als klassifizierte ländliche Kernwege in Frage kommen. Technischer Fortschritt, größere Maschinen und der landwirtschaftliche Strukturwandel mit mehr überörtlichen Verkehr aufgrund weiter entfernter Pachtflächen stellen andere Anforderungen an das Wegenetz als noch vor einigen Jahrzehnten: größere Wegbereiten und eine höhere Tragfähigkeit sind erforderlich. Aber auch der Tourismus und die Freizeitnutzer drängen auf die Wirtschaftswege. Radfahrer, Wanderer und Reiter zeugen von einem anderen Mobilitäts- und Freizeitbedürfnis. Die Wege werden also multifunktional von verschiedenen Nutzergruppen gleichermaßen in Anspruch genommen.

Florian Göbet, als Projektleiter der BBV LandSiedlung und Dennis Westhäuser, waren für das Konzept in den Fluren der Kommunalen Allianz unterwegs, haben gemeindeübergreifende Wirtschaftswege begutachtet, die für den überörtlichen landwirtschaftlichen Verkehr bedeutsam sind, den Bauzustand erfasst und katalogisiert. Alle betroffenen Wege wurden so nach deren Zustand beurteilt und mögliche Ausbaukosten abgeschätzt. Die Wege wurden außerdem kategorisiert in eine kurzfristige (bis 5 Jahre), mittelfristige (5 bis 15 Jahre) und langfristige Umsetzungspriorität (über 15 Jahre), so dass die Zeitspanne für die Umsetzung insgesamt auf rund 25 Jahre beziffert werden kann. Hauptziel des vorgelegten Konzeptes ist ein leistungsfähiges Hauptwegenetz für die Landwirtschaft, angepasst, an die veränderten Bedingungen. Vorhandene Kreis-, Staats- oder Bundesstraße können natürlich auch als Äste des Kernwegenetzes fungieren, wurden aber weder bautechnisch untersucht noch sind sie im Rahmen dieses Konzeptes förderfähig.

Das Kernwegenetz stellt zunächst ein Grundkonzept für mögliche Investitionen dar, an das sich die Gemeinden orientieren können. Gefördert wird ein möglicher Ausbau oder die Sanierung eines Kernweges durch das Amt für Ländliche Entwicklung. Alle Wege, die in das Konzept aufgenommen wurden und im Gemeindegebiet Burgwindheim und Ebrach liegen, sind förderfähig. Die Gemeinden entscheiden dann, ob ein Antrag zum Ausbau eines Kernwegenetzes an das Amt für Ländliche Entwicklung Oberfranken gestellt wird. Die Kommunen werden so bei der Bewältigung der notwendigen technischen und strukturellen Anpassung der Straßen und Wege im ländlichen Raum unterstützt.

Eingesehen werden kann das Ländliche Kernwegenetzkonzept zu den Dienstzeiten der VG Ebrach im Rathaus Ebrach.

Herr Florian Göbet und Herr Dennis Westhäuser stellen der VG Ebrach das fertige Ländliche Kernwegenetzkonzept vor und übergeben die Unterlagen an die VG sowie an das Amt für Ländliche Entwicklung. Im Bild von links: Geschäftsstellenleiter der VG Ebrach Walter Hanslok, Baudirektor des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberfranken Pius Schmelzer, Bürgermeister des Marktes Ebrach Max-Dieter Schneider, Projektleiter der BBVLandSiedlung Florian Göbet mit Mitarbeiter Dennis Westhäuser und Landwirtschaftsdirektor des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberfranken Paul Zweier.